Milmoe greift einen der wichtigsten, aber oft
übersehenen Aspekte aus dem Pong-Mythos
heraus: den Ton. Zwar ist er für Pong
namensgebend, doch aufgrund seines Minimalismus oft unterschätzt. Dabei sind es
vor allem die Töne, die sich tief in unser Gedächtnis eingraben. Das erneute
Hören eines früher gespielten Videospiels, nicht in erster Linie das
wiederholte Sehen, lässt die vergangene Spielsituation unmittelbar wieder
präsent werden.
Milmoe macht den Ton zum Hauptspielelement und
befreit seine Pong-Version von allem
Visuellen. Dabei hält er aber grundsätzlich am Pong-Spielprinzip fest. Nach wie vor gilt „Avoid missing ball ...“.
Allerdings überführt er es in die reine Vorstellungswelt. Nicht mehr der
Bildschirm ist das Spielfeld, sondern der imaginäre Raum.
Begonnen hat Milmoe das Sonic
Pong zusammen mit Meredith
Finkelstein und Antje Pfannkuchen als Projekt in dem Sound-Design-Kurs
des „Interactive Telecommunications Program“ an der Universität New York. Die
Aufgabenstellung war, eine Schnittstelle für Blinde zu entwickeln, die es ihnen
ermöglicht, neue Räume zu erschließen und mit Sehenden „auf gleicher Augenhöhe“
zu interagieren.
(A. Lange)
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video (.mov, 7 MB)
Die gezeigte Version ist
Sonic Pong: Interactive Audio Game Platform Version 3